Jede Woche neu - alles Wichtige aus dem Familienrecht
16.05.2012

Sehr geehrte[r] [ANREDE] [NACHNAME],
willkommen zum aktuellen Newsletter Familienrecht. Er enthält von der FamRB-Redaktion für Sie ausgewählte Entscheidungen und Meldungen zum Familienrecht und seinen angrenzenden Rechtsgebieten.

Am Ende des Newsletters finden Sie einen Link zum Inhaltsverzeichnis des zuletzt erschienenen Heftes des FamRB und zudem die neuesten Entscheidungen aus der Rubrik "Aktuell" des anstehenden Heftes, über die Sie sich schon einmal vorab informieren können, bevor sie dann in einem der kommenden Hefte des FamRB von erfahrenen Praktikern für Sie aufbereitet werden.

Viel Nutzen aus der Lektüre wünschen Ihnen
 
     
 
FamRB-Redaktion

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Meldungen:

Referentenentwurf zur Einführung von Kostenhilfe für Drittbetroffene in Verfahren vor dem EGMR
Referentenentwurf zur Änderung des Prozesskostenhilfe- und Beratungshilferechts
Kindergeld: Zu den Voraussetzungen eines Pflegekindschaftverhältnisses hinsichtlich einer volljährigen geistig behinderten Person
Zum Anspruch auf Kindergeld für ein an Depressionen erkranktes über 27 Jahre altes Kind nach mehrfachem Studienfachwechsel

Aus der Redaktion

Neues von FamRB online


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Referentenentwurf zur Einführung von Kostenhilfe für Drittbetroffene in Verfahren vor dem EGMR

Das Bundesministerium der Justiz hat einen Referentenentwurf zu einem Gesetz zur Einführung von Kostenhilfe für Drittbetroffene in Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR-Kostenhilfegesetz - EGMRKHG) bekannt gegeben. Schließlich geht es z.B. bei einem Rechtsstreit über das Umgangsrecht des Vaters nicht nur um dessen Menschenrechte, sondern auch um die des Kindes und der Mutter, bei der das Kind lebt.
[Bundestag]



Referentenentwurf zur Änderung des Prozesskostenhilfe- und Beratungshilferechts

Das Bundesministerium der Justiz hat einen Referentenentwurf für ein Gesetz zur Änderung des Prozesskostenhilfe- und Beratungshilferechts bekannt gegeben. Der Entwurf soll die Prozess- und Verfahrenskostenhilfe (PKH) sowie die Beratungshilfe effizienter gestalten.
[Bundestag]



BFH 9.2.2012, III R 15/09

Kindergeld: Zu den Voraussetzungen eines Pflegekindschaftverhältnisses hinsichtlich einer volljährigen geistig behinderten Person

Ein behinderter Volljähriger kann nur dann Pflegekind i.S.v. § 32 Abs. 1 Nr. 2 EStG sein, wenn die Behinderung so schwer ist, dass der geistige Zustand dem typischen Entwicklungsstand einer minderjährigen Person entspricht. Aus weiteren Umständen wie etwa der Einbindung in die familiäre Lebensgestaltung, dem Bestehen erzieherischer Einwirkungsmöglichkeiten und einer über längere Zeit bestehenden und auf längere Zeit angelegten ideellen Beziehung muss zudem auf eine Bindung wie zwischen Eltern und ihren leiblichen Kindern geschlossen werden können.
[BFH PM Nr. 29 vom 2.5.2012]



BFH 9.2.2012, III R 47/08

Zum Anspruch auf Kindergeld für ein an Depressionen erkranktes über 27 Jahre altes Kind nach mehrfachem Studienfachwechsel

Bei der Prüfung, ob ein an Depressionen leidendes Kind über sein 27. Lebensjahr hinaus als behindertes Kind i.S.d. § 32 Abs. 4 S. 1 Nr. 3 EStG bei der zu berücksichtigen ist, kann allein aus einem wiederholten Studienfachwechsel nicht auf die Leistungs- und Ausbildungsfähigkeit des Kindes geschlossen werden. Vielmehr sind insoweit Feststellungen zum Gesundheitszustand und den Hintergründen der Studienfachwechsel notwendig.
[BFH online]


Aus der Redaktion:

Neues von FamRB online


Die Leitsätze der neuesten Entscheidungen aus der Rubrik "Aktuell" des anstehenden FamRB-Heftes:

 

BGH: Absehen von Anhörung des Betroffenen im Beschwerdeverfahren in Betreuungssachen

a) Auch im Beschwerdeverfahren in einer Betreuungssache besteht grundsätzlich die Pflicht des Beschwerdegerichts, den Betroffenen persönlich anzuhören.

b) Sieht das Beschwerdegericht von einer persönlichen Anhörung ab, muss es die Gründe dafür in der Beschwerdeentscheidung nachvollziehbar darlegen. Das ist ausnahmsweise dann entbehrlich, wenn aus den übrigen Gründen ohne weiteres ersichtlich ist, dass eine Anhörung keine weitere Aufklärung erwarten lässt.

BGH, Beschl. v. 11.4.2012 - XII ZB 504/11

Um direkt zum Volltext zu kommen, der auf der Homepage des BGH veröffentlicht ist, klicken Sie bitte hier.

 

BGH: Keine Berücksichtigung von Gegenansprüchen wegen mangelnder Amtsführung des Betreuers im Vergütungsfestsetzungsverfahren

Im Vergütungsfestsetzungsverfahren nach §§ 292, 168 FamFG können Gegenan-sprüche, die darauf gestützt werden, der Betreuer habe sein Amt mangelhaft geführt, nicht berücksichtigt werden.

BGH, Beschl. v. 11.4.2012 - XII ZB 459/10

Um direkt zum Volltext zu kommen, der auf der Homepage des BGH veröffentlicht ist, klicken Sie bitte hier.

 

BGH: Versorgungsausgleich bei Soldaten

Bei Soldaten ist die dem Versorgungsausgleich zugrunde zu legende Gesamtzeit weiterhin nach der besonderen Altersgrenze des § 45 Abs. 2 Nr. 1 SG zu bemessen.

BGH, Beschl. v. 25.1.2012 - XII ZB 371/11

Um direkt zum Volltext zu kommen, der auf der Homepage des BGH veröffentlicht ist, klicken Sie bitte hier.

 

BGH: Begrenzung der Revisionszulassung auf Altersvorsorgeunterhalt

Bei einer Verurteilung zur Zahlung von Elementar- und Altersvorsorgeunterhalt ist eine Begrenzung der Revisionszulassung auf den Altersvorsorgeunterhalt grundsätzlich nicht zulässig. Das gilt nicht, wenn es - etwa wegen besonders günstiger Einkommensverhältnisse des Unterhaltspflichtigen - einer zweistufigen Berechnung des Elementarunterhalts nicht bedarf (im Anschluss an das Senatsurt. v. 25.10.2006 - XII ZR 141/04, FamRZ 2007, 117 = FamRB 2007, 33).

BGH, Urt. v. 30.11.2011 - XII ZR 35/09

Um direkt zum Volltext zu kommen, der auf der Homepage des BGH veröffentlicht ist, klicken Sie bitte hier.

 

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